Stier

U 575

10. Feindfahrt

vom 29.Februar  bis 13.März 1944

U 575

In der dreimonatigen zurückliegenden Pause wurde „U 575“ als zweitem Atlantikboot ein Schnorchel eingebaut. Auf dieser Fahrt sollte es über seine Erfahrungen beim „Schnorcheln“ berichten und wurde auch als Wetterboot eingesetzt.

 

Mit der Gruppe „Preußen“ operierte „U 575“ vom 9.3. an auf den Geleitzug SL150/MKS41. Befehlsgemäß mussten sie am 9.3. einen 25minütigen Funkspruch über die Schnorchelerfahrungen absetzen. Daraufhin wurden sie vom Gegner sofort eingeortet und bereits am Abend des gleichen Tages hatten sie Feindberührung mit einer Suchgruppe. Am 10.3. stießen sie auf die englische Korvette HMS Asphodel  (Flower Class) mit 1.015 BRT auf Position 45°24´N/18°09´W. „U 575“ schoß um 1.54 Uhr einen „Zaunkönig“ (akustisch-zielsuchender Torpedo) und versenkte damit die Asphodel  (PQ BE5887).

 

Die nun folgende Wasserbombenverfolgung dauerte 18 Stunden, die das Boot aber ganz gut überstand. Nächste Feindberührung erfolgte am 13.3. kurz nach Mitternacht. Eine angreifende „Fortress“ (R) der 206.Sq (RAF) mit „Leigh-Light“ Scheinwerfern (s.u.) wurde gemäß Aussagen von Besatzungsmitgliedern abgeschossen. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Dies war der letzte Erfolg von „U 575“. Am gleichen Tage wurde „U 575“ versenkt. Hierüber gibt es verschiedene Versenkungsberichte.

 

 

HMS Asphodel

HMS Asphodel

Maße: 62,5x10,1x4,5

Bewaffnung:

1 x 10,2 cm

1 x 4 cm Flak

2 x 2 cm Flak

1 Hedgehogwerfer

4 Wasserbombenwerfer

Radar 271 M, Asdic

85 Mann

KTB BdU
(Rückübersetzung aus dem Englischen, nur U 575 betreffend)

4.März 1944.

575 - BF 84

aktuelle Operatioen:

  1. 1) U 741 - 625 - 575 - 653 - 415 haben im PQ  AL 70 einen neuen Ansteuerungspunkt, später stoßen sie zur Gruppe "Preußen".

2) Gruppe "Preußen" nimmt die zugeteilten Angriffsstandorte ein. Ihr Übergang zu N. ist geplant.

5. März 1944.

575 - BF 76

6. März 1944.

575 - BF 74

7. März 1944.

575 - BE 93

8. März 1944

575 - BE 92

9.März 1944

U 575 befindet sich in PQ BE 67.

  1. Luftaufklärung: keine
  2. Feindberichte:
    1. U 575 berichtet von der Sichtung zweier Dampfer und zweier Zerstörer um 23.00 Uhr in BE 8284, Kurs 10°, Geschwindigkeit 12 Knoten. Um 01.54 Uhr am 9.3. feuerte U 575 einen  T 5 auf einen Zerstörer, nach 12 ½ Minuten wird eine Explosion gehorcht. Danach „Naxos“-Ortung  und Leuchtgranaten eines zweiten Zerstörers. Bug-Torpedo T 5 auf einen nahenden Zerstörer verfehlt auf 800 m sein Ziel. Das Boot wird daraufhin 18 Stunden mit Wasserbomben und Hydrophonen-Ortung  verfolgt (Zerstörer ist möglicherweise gesunken, Klärung bis zur Rückkehr des Bootes nicht möglich).

10.März 1944.

         575 - BE 57

U 575 sichtet einen Zerstörer um 22.17 in BE 4956, Kurs NO.

11. März 1944.

575 -  BE 48

U 575 berichtet über seine Erfahrungen mit dem Schnorchel. In Gebieten mit starker Feinüberwachung ist es nicht möglich, mit dem Schnorchel zu fahren, da währenddessen nicht gehorcht werden kann. Es ist auch ebenfalls wegen des austretenden Rauches, der gesehen werden kann, nicht zu empfehlen. Die Benutzung des Periskops ist uneingeschränkt möglich. Bei Fahren mit dem Schnorchel ist die Ortung mit „Wanze“ möglich.

12. März 1944

575- BE 47

13. März 1944.

575- BD 68

Reports on the Enemy: a) 1) U 575 wurde duch Flugzeug in BD 6824 um 08.55 angegriffen.

14. März 1944.

575- BD 59

15. März 1944

575 - BD 58

16. März 1944

575 - Op(BD 40)

17. März 1944

IV. laufende Operationen:
U 575:

Letzte Meldung vom 13.3. berichtet von einem angreifenden Flugzeug. Anforderung von Wetterberichten und Positionsmeldungen am 15. und 16.3. wurden nicht beantwortet. Versenkung durch Flieger ist möglich.

 

 

 

 

„Leigh-Light“-Scheinwerfer = Nach dem „Erfinder“ benannt. Große, sehr starke, am Bug des Flugzeuges angebrachte Scheinwerfer. Wenn das Flugzeug nachts im Anflug auf das U-Boot war, wurden die Scheinwerfer plötzlich eingeschaltet, um die Flak-Bedienung zu blenden und selbst die Bomben präziser platzieren zu können. 

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Erfolge

Versenkungsberichte